Seit fast einem Jahr wartet das NRW.China-Team der GIZ auf die Einreise der chinesischen Stipendiat*innen der Projekte WIN NRW.Shanxi und WIN NRW.Jiangsu. Im Rahmen von Hospitationen und anderen Austauschformaten wollen sie sich vor Ort mit Unternehmen und Einrichtungen aus NRW vernetzen. Die weltweite Pandemie hat die Einreise der insgesamt 26 Personen nach Deutschland leider bisher verhindert. 

Um den Teilnehmer*innen dennoch NRW, seine Wirtschaft, Politik, Geschichte und Kultur näherzubringen, entstanden im März 2020 digitale Reisen mit monatlich zwei bis drei Webseminaren, die bis heute andauern.

Neben virtuellen Touren, z.B. durch Städte entlang des Rheins und Landschaften entlang der Ruhr, werden vor allem Themen aus dem Bereich der Wirtschaft als Webseminare angeboten: In Form von Einführungsseminaren und Expertenrunden zur Wirtschaftsstruktur, zu Schlüssel- und Innovationsbranchen, Standortfaktoren und zur Außenwirtschaft von NRW. Einige Beispiele:

  • Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln beteiligte sich mit einer Online-Veranstaltung zu den Themenbereichen Digitalisierung und KI.
  • Die Wirtschaftsförderungen Duisburg, Essen und die Business Metropole Ruhr informierten über ihre Arbeit beim Standortmarketing und internationalen Kooperationen.
  • Start-ups wie Ecodynamics berichteten, wie sie Unternehmen dabei unterstützen, in einer digitalisierten Welt erfolgreich zu agieren.

Zugleich haben die Stipendiat*innen auch noch andere Interessen an einem Land, in das sie bald zu reisen hoffen − haben Fragen zum Leben in NRW, zu Arbeit und Beruf, zu Bildung und Berufsausbildung bis hin zum Freizeitverhalten oder zur Wohnsituation. Auch hierzu werden Angebote vom NRW.China-Team gemacht, bei denen sich häufig spannende Diskussionen, besonders bei Vergleichen zwischen Deutschland und China, ergeben.

Die Webseminare werden sehr gut angenommen. Wir hören immer wieder direkt nach einer Veranstaltung die Frage, „Wann sehen wir uns wieder?“

Diese Resonanz bestärkt uns darin, den digitalen Austausch und das digitale Netzwerken mit nordrhein-westfälischen Partnern fortzusetzen − bis die Einreise nach NRW bald hoffentlich möglich sein wird.

Text: Sigrid Borgmann – Bild/Grafik: GIZ